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| CHRONIK DES SV INTER BERGSTEIG (1967 - 2011) |
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| Gründung und Werdegang des Vereins |
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Ungläubiges Erstaunen und sicherlich mancherorts auch viel Skepsis machte sich im
Jahre 1967 in Amberg breit. Da kam ein gewisser Pater Karl Küting am Bergsteig und
gründete ein Jugendwerk namens Inter Bergsteig, aus dem ein Fußballverein gleichen
Namens hervorging. Die Vereinsgründung war am 23.10.1967.
Es gab nur wenige außerhalb des Bergsteigs, die an eine feste Einrichtung glaubten.
Sie rechneten jedoch nicht mit dem festen Willen und der hartnäckigen Ausdauer
der Gründungsmitglieder, die sich um den Pater geschart hatten.
Man renovierte eine alte baufällige Baracke mit viel, viel Mühe und unzähligen
Arbeitsstunden und baute es zu einem Gemeinschaftsheim um. Ebenso wurde eine
ehemalige Schutthalde, zu einem, leider etwas zu kleinen, Fußballplatz
umfunktioniert. So entstand damals der Sportverein Inter Bergsteig. Die Anmeldung zum
BLSV erfolgte am 01.11.1967. Neben dem Fußballplatz war damals eine Tischtennisanlage
der große Anziehungspunkt für die Jugendlichen.
Schon einige Jahre später wurde das nächste große Ziel in Angriff genommen. Ein
neuer Fußballplatz sollte gebaut werden. Dieser entstand auf einem 14000 qm großen
Grundstück neben der Firma Rosenthal und wurde am Pfingstsonntag, den 21. Mai 1972,
mit einem Feldgottesdienst eingeweiht. Mit den Maßen 90 x 65 m entsprach der
Sportplatz den immer größer werdenden Anforderungen des Vereins und vor allem auch
den Richtlinien des DFB.
Weitaus schwieriger war der Weg zu einem neuen Sportheim. Oft versprochen, doch
immer wieder verschoben. Hier kann der damaliger Vorstand Josef Dudala noch heute
ein Lied davon singen. Der Bau des Begegnungszentrums war ein Meilenstein in seiner
damaligen Funktion als 1. Vorstand.
Endlich im Dezember 1979 konnte das "Begegnungszentrum am Bergsteig" mit dem
kirchlichen Segen von unserem Pater Küting eingeweiht werden.
Entscheidend für das Zustandekommen und die Fertigstellung des Begegnungszentrums
waren die enormen Eigenleistungen vieler Vereinsmitglieder und natürlich die
finanziellen Mittel, für die u. a. der damalige MdL Toni Donhauser sorgte und die
aus dem Programm "Freizeit und Erholung" an den Verein flossen. Auch die Bauplanung
von Günther Schittko und so manch, von ihm erledigter "Papierkram", war für die
Verwirklichung des Projekts Begegnungszentrum von großer Bedeutung. So konnte
letztendlich der Traum vom eigenen, neuen Sportheim erfüllt werden.
Nachdem all diese "Kinderkrankheiten" ausgeheilt waren, ist man in Amberg inzwischen
zu einer festen Größe im Fußball geworden und war diesbezüglich auch für einige Jahre
die Nummer 1 in Amberg. Dies erfüllte uns sicherlich mit Stolz, aber der Verein legte
keineswegs die Hände in den Schoß, sondern plante schon weiter.
Der Traum zweier, leistungsgerechter, neuer Fußballplätze sollte in die Tat umgesetzt
werden. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Stadt Amberg nahm dieser Wunsch der
Vereinsmitglieder nach anfänglichen Schwierigkeiten immer stärkere Konturen an.
Mit der Entstehung des Gewerbegebietes Ost an den Franzosenäckern stand der
Verwirklichung der neuen Sportanlage schließlich nichts mehr im Wege. Dies war von
enormer Bedeutung, nachdem die Interelf mit dem Aufstieg in die Bezirksliga in der
Saison 1997/1998 den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte verzeichnet hatte.
Der offizielle Startschuss für den Sportplatzbau fiel mit dem Spatenstich im
August 1999. Wieder einmal wurden die Vereinsmitglieder unter der Leitung des
1. Vorsitzenden Josef Wifling aktiv, um im folgenden Jahr die zugesagten
Eigenleistungen zu erbringen. So schaffte man es rechtzeitig zum Saisonbeginn
2001 die neuen Plätze fertig zu stellen.
Eine der zahlreichen Aufgaben der neu gewählten Vorstandschaft, unter Vorsitz von
Andy Wächter war es, das neue Sportgelände einzuweihen und mit dem Bundesligisten
1. FC Nürnberg konnte ein würdiger "Gegner" für das erste Spiel auf dem neuen
Rasen gewonnen werden.
Akteure des SV Inter ein sportliches "Highlight" gegen einen Bundesligisten zu
spielen.
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| Sportliches |
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Aber blicken wir noch einmal zurück zu den Anfängen des Vereins. Im Jahre 1967 wurde
der SV Inter Bergsteig Amberg gegründet und im 1. Spiel der Seniorenmannschaft gab
es in der C-Klassen-Überbrückungsrunde eine 1:6 Niederlage gegen den SC Ettmanndorf.
Im Frühsommer 1968 stieg der SV Inter Bergsteig erstmals in den Punktespielbetrieb
der C-Klasse Gruppe II ein und man schaffte auf Anhieb den sensationellen Aufstieg
in die B-Klasse Gruppe West. Mit einem Torverhältnis von 116:23 und 43:9 Punkten
gelang es nach einem großen Zweikampf gegen Weinberg die Meisterschaft zu holen und
damit den Aufstieg perfekt zu machen. Torschützenkönig wurde Peter Mikalauskas mit
unglaublichen 63 (!) Treffern.
In der neuen Liga konnte man den Klassenerhalt frühzeitig sichern und ereichte mit
25:27 Punkten und 44:48 Toren einen hervorragenden 7. Platz.
Dieser Tabellenstand wurde auch in der Folgesaison 1970/71 mit 45:54 Toren und
22:26 Punkten erreicht.
In der Saison 1971/72 erlitt man einen sportlichen Rückschlag und musste als
2. Absteiger wieder in damalige die C-Klasse zurück. 17:31 Punkte und 38:60 Tore
waren nicht genug um den Klassenerhalt zu sichern.
Wer geglaubt hätte dies wäre der sportliche Ruin für den SV Inter Bergsteig, sah
sich getäuscht. Unter Spielertrainer Walter Wollak gelang in der Spielzeit 1972/73,
mit nur 1 Niederlage in 18 Spielen, der direkte Wiederaufstieg. Mit 29:7 Punkten
und 66:25 Toren, konnte niemand den Inter am Aufstieg hindern.
Wie sehr man sich mit dem Verein identifizierte zeigt auch die Tatsache, dass man
exakt in diesem Jahr sogar eine 3. Mannschaft zum Spielbetrieb anmeldete und mit
dieser Mannschaft 2 Jahre später, in der Saison 74/75, sogar die Vizemeisterschaft
in der C-Klasse Nord II holte. Diesen "Titel" konnte man jedoch nicht verteidigen,
da diese Mannschaft im nächsten Jahr abgemeldet und zur Altherrenmannschaft
umfunktioniert wurde.
Auch die 2. Mannschaft verbuchte in diesem Jahr die 2. von insgesamt
5 Meisterschaften in der Reservegruppe.
Für die 1. Mannschaft ging es in der Saison 1973/74 in der B-Klasse weiter.
Um nicht als Fahrstuhlmannschaft zu gelten, wollte man natürlich den erneuten
Abstieg vermeiden. Dies gelang mit einem 3. Platz, 25:19 Punkten und 54:46 Toren
mehr als eindrucksvoll.
Ein weiteres, sportliches Highlight des Vereins folgte in der Saison 1974/75. Nur
knapp 7 Jahre nach Vereinsgründung schaffte man mit 39:13 Punkten die
B-Klassenmeisterschaft und damit den Aufstieg in die A-Klasse.
Von der Euphorie getragen konnte im Spieljahr 1975/76 der Klassenerhalt erkämpft
und das Ziel, nicht als Punktelieferant anderer Mannschaften herzuhalten, erreicht
werden. Sozusagen als Zugabe dieser guten Saison wurde auch noch die damals
ausgespielte Stadtmeisterschaft. Mit 3:0 wurde der TV Amberg im Finale besiegt.
Einer der Torschützen war damals Roman Bugera, dessen Sohn Alexander später zum
Jugendnationalspieler avancierte und lange Jahre Profi beim deutschen Rekordmeister
FC Bayern München war.
Die Saison 1976/77 wurde ungemein schwerer. Fast die gesamte Saison über belegte
man einen Abstiegsplatz und erst durch eine Energieleitung in den letzten Spielen
konnte der Klassenerhalt noch erreicht werden.
In den folgenden Jahren der A-Klassenmitgliedschaft konnten jeweils gute
Mittelfeldplätze erzielt werden und man etablierte sich zusehends in der A-Klasse
Amberg. In der Saison 1985/86 klopfte man erstmals leise an das Bezirkliga-Tor an
und konnte einen fantastischen 3. Tabellenplatz erzielen.
Durch diesen Erfolg wiegte man sich anscheinend zu sehr in Sicherheit und man
musste ausgerechnet zum 20jährigen Jubiläum des Vereins 1986/87 den bitteren Weg
zurück in die B-Klasse antreten. Dort spielte man fortan einen mittelmäßige Rolle
und dümpelte sozusagen 5 Jahre in dieser Liga dahin.
Rechtzeitig zum 25 jährigen Vereinsjubiläum wollte man wieder in die A-Klasse
aufsteigen, was jedoch wieder einmal nicht gelang. In der Spielzeit 1991/92 blieb
man weit hinter den Erwartungen zurück und man landete auf einem enttäuschenden
4. Platz, weit weg von den Aufstiegsrängen.
Einen steten Aufwärtstrend konnte der SV Inter Bergsteig dann ab der nächsten
Saison 1992/93 verzeichnen.
Endlich gelang, mit Erwin Niedermeier als Trainer, der lang ersehnte Aufstieg.
Sichergestellt wurde diese Meisterschaft in einem denkwürdigen Wiederholungsspiel
gegen den FC Schlicht. Vor einer großen Zuschauerkulisse gewann der Inter Bergsteig
7:2 und feierte anschließend mit südländischem Temperament den Aufstieg.
Mit einem neuen Trainer, aber am Bergsteig doch Altbekannten, ging es in die Saison
1993/94. Für den aus beruflichen Gründen scheidenden Erwin Niedermeier, übernahm
Anton Zepf die Regentschaft. Es war keine glückliche Konstellation, denn im Frühjahr
musste man sich notgedrungen trennen. Die Mannschaft war stark abstiegsgefährdet
und so sprang der 1. Vorstand Josef Wifling in die Bresche. Der "Sepp" trainierte
den Inter bereits von 1981 bis 1988, kannte also unsere Mannschaft wie kein Zweiter.
Zunächst schienen alle Trainings- und Motivationskünste vergebens, denn das erste
Heimspiel wurde mit 1:5 verloren. Das Team war am absoluten Tiefpunkt. Dann gelangen
zwei Siege und so kam alles auf das letzte Spiel bei der Reserve des FC Amberg an.
Der Inter gewann dieses Spiel durch zwei Tore von "Medizinmann" Rudi Egorow mit
2:1 und rettete sich durch diesen Sieg.
Noch ein absolutes Highlight brachte diese Saison und das bereits im Winter. Zum
ersten Mal eroberte der Inter die Stadtmeisterschaft in der Halle und das völlig
verdient. Schließlich wurde in den Gruppenspielen der scheinbar übermächtige
FC Amberg mit 3:1 bezwungen. Im Finale setzte man sich durch Tore von Mario
Steinbach, Christian Helleder und Thomas Schneider mit 3:1 gegen den SV Raigering.
Vor 900 begeisterten Zuschauern, der große Inter Fanblock hatte die
Dreifaltigkeit-Halle fest in seiner Hand, überreichte OB Wolfgang Dandorfer den
"Pott" an Mario Steinbach und sprach von einem hoch verdienten Sieg. Dieser Erfolg
sollte in den nächsten Jahren mehrmals wiederholt werden und Inter entwickelte sich
fast schon zum Dauerabonnenten des Hallenstadtmeisters.
Mit einem neuen Spielertrainer startete der Inter Bergsteig in die Saison 1994/95.
Zu seinem Stammverein kehrte Andreas Wächter zurück. Viel Schwung brachte er in die
Inter-Truppe und nach langem Zweikampf mit dem ASV Haselmühl sprang am Ende der
zweite Tabellenplatz heraus. Im Relegationsspiel zum Aufstieg in die Bezirksliga gab
es in Steinberg dann aber eine 1:4 Niederlage gegen den TSV Rossbach.
Ein abwechslungsreiches Jahr lieferte die Saison 1995/96. Zur Winterpause war man
Tabellen Elfter und stark abstiegsgefährdet. Frust machte sich breit. Doch Andreas
Wächter setzte ein Zeichen und kündigte sein Engagement als Trainer. Mit Lutz
Ernemann wurde ein kompetenter Nachfolger verpflichtet. In seinem Sog kamen vom
FC Linde Schwandorf Stefan Steinl und Olaf Haberkamm mit zum Inter.
Nach der Winterpause setzte zwar nicht gerade ein Siegeszug ein, aber immerhin
wurde noch ein respektabler 8. Platz erzielt. Erstmals wurde in diesem Jahr auch die
Torjägerkanone ausgespielt, die sich Andreas Wächter mit 23 Toren holte.
Voller Zuversicht startete man in die Saison 1996/97. Doch nach einigen längeren
Verletzungspausen, roten Karten und einer vereinsinternen Sperre für Mario Steinbach
war der Inter nach dem Spiel in Schmidmühlen an seinem Tiefpunkt angelangt und
Vorletzter der A-Klasse West.
In der Winterpause konnte Patrik Dedic vom ASV Haselmühl verpflichtet werden. Trainer
Lutz Ernemann verlor nie die Geduld und stellte nach der Winterpause seine jahrelange
Erfahrung als Fußballprofi dem Inter zur Verfügung. Er schnürte seine Fußballschuhe
wieder und nahm den Posten des Liberos ein. Nach 6 Siegen, einem Remis und einer
Niederlage reichte dieser Siegeszug noch zu einem hervorragenden, aber undankbaren
3. Platz. Ein versöhnlicher Ausklang nach einem verkorksten Saisonstart.
Die Torjägerkanone holte sich erneut Andreas Wächter mit seinen 26 erzielten Treffern.
Wieder einmal wurde zu einem Jubiläum (30 Jahre Inter) eine Meisterschaft verfehlt.
Dies wurde natürlich umgehend nachgeholt und in der Saison 1997/98 schaffte man,
doch etwas überraschend, den sensationellen Aufstieg in die Bezirksliga Nord.
Im ersten Jahr der Bezirksliga stand natürlich der Klassenerhalt im Vordergrund.
Mit 33 Punkten und 59:58 Toren konnte dieser geschafft werden und am Ende der Saison
stand ein 9. Tabellenplatz zu Buche.
Obwohl naturgemäß das 2. Jahr schwerer ist, konnte man sich in diesem Spieljahr um
12 Punkte und 3 Plätze verbessern. Dies reichte letztendlich für Platz im vorderen
Mittelfeld und man wurde 6.
Mit einem 8. Platz schloss man die Spielzeit 2000/01 ab. Mit einem Torverhältnis von
64:64 deutete man schon damals die Offensivstärke an und die eingespielten 37 Punkten
reichten für den 8. Tabellenplatz in der Schlusstabelle. Dass man in diesem Jahr
lange Zeit gegen den Abstieg kämpfte, sollte man dennoch nicht verschweigen.
Nach diesem Spieljahr verließ Lutz Ernemann nach vielen erfolgreichen Jahren den
Verein und mit Stefan Steinl kam ein neuer Spielertrainer zum Inter.
Stefan Steinl, der aus Ebermannsdorf zurück zu Inter Bergsteig wechselte und aus
seiner Zeit als Spieler den Verein und die Mannschaft schon aus dem eff, eff, kannte,
gelang in der Saison 2001/2002 die bislang beste Platzierung in der Bezirksliga Nord.
Zur alten Garde gesellten sich, außer Stefan Steinl, auch noch Thomas Wehner,
Andreas Berschneider und Christian Kramer als Neuzugänge und man führte auf dem neuem
Sportgelände bis kurz vor Saisonende die Tabelle der Bezirksliga Nord an und verwies
u.a. einen FC Amberg auf die Plätze.
Erst im vorletzten Heimspiel gab es gegen den späteren Absteiger Dietersdorf eine
Heimniederlage und sowohl die Meisterschaft, als auch ein Relegationsplatz waren
verspielt.
Es reichte nur noch zu einem undankbaren 3. Platz (105:52 Tore, 50 Punkte). Selbst
der neue Torrekord der Bezirksliga Nord änderte nichts an dieser Tatsache. Mit
Mario Steinbach stellte man in dieser Saison auch den Torschützenkönig der Liga.
Mit Patrik Dedic, Andreas Wächter und Martin Lang befanden sich noch 3 Inter-Spieler
in den Top-Ten der Torschützenliste der Bezirksliga Nord.
Im folgenden Jahr (Saison 2002/2003) wollte man es natürlich besser machen und mit
Tobias Prösl, Uwe "Dixie" Dorner und Philipp Herr konnten weitere Spieler verpflichtet
werden. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von "Matze" Lory und Lukas Sarol, sowie
den Abgängen von einigen Spielern war der Kader jedoch nicht ausgeglichen und groß
genug besetzt. Obwohl man auch in dieser Spielzeit wieder für einige Spieltage an der
Tabellenspitze war, wurde der Aufstieg bei den beiden Heimniederlagen gegen die
Mitkonkurrenten Pirk und Plößberg leichtfertig verspielt. Beide Begegnungen wurden nach
2:0 Führungen noch verloren und es reichte erneut "nur" für einen 3. Platz. Am Ende
standen 68:45 Tore und 48 Punkte zu Buche.
Zu Saisonbeginn 2003/2004 nahm man sich vor, am Ende der Saison ein Wörtchen mitzureden,
um den lang ersehnten Aufstieg in die Bezirksoberliga zu schaffen. Ein paar ältere Spieler
verließen den Verein und es schlossen sich einige junge Spieler, um den Routinier Jörg Gottfried
dem Inter an. Der Start in die Saison 2003/2004 war durchwachsen. Auf einen Sieg folgte eine
Niederlage. So ging es die ganze Saison. Und trotzdem hatte die Mannschaft bis kurz vor Saisonende
die Möglichkeit den 2. Tabellenplatz, sprich die Relegation in die Bezirksoberliga zu schaffen.
Aber 3 Niederlagen in den letzten 3 Spielen waren der Grund, dass die Mannschaft zum Ende
der Saison auf dem 4. Tabellenplatz landete.
Zur Saison 2004/2005 steckte man sich wieder das Ziel Aufstieg in die Bezirksoberliga.
Ein alter Bekannter wurde am Bergsteig als Trainer engagiert. Lutz Ernemann übernahm wieder das Amt
des Trainers. Er war es, der 1998 die Mannschaft in die Bezirksliga führte und damit den größten
Erfolg fußballerisch für den Verein errang. Aber der Start war katastrophal. Man konnte zwar das
erste Saisonspiel gewinnen, aber aus den anschließenden 7 Spielen holte die Intertruppe nur noch
einen einzigen Punkt im Derby in Sorghof. Der krönende Höhepunkt war dann am 8. Spieltag
die Schlappe in Furth in Wald. Mit sage und schreibe 2:9 kam man bei den Waidlern unter die Räder.
Die Niederlage kam nicht von ungefähr, denn die Further wurden zum Saisonende 2.in der Liga, mit
nur einem Punkt Rückstand hinter dem Meister, unserem Nachbarverein SSV Paulsdorf. Am Ende der
Hinrunde hatten man in Eichhörnchen- manier 13 Punkte gesammelt und man musste mit dem schlimmsten
am Ende der Saison rechnen. Die Rückrunde begann dann auch recht grausam. 3 Spiele-3 Niederlagen
und man fand sich tief im Keller der Liga wieder. Nach diesen Niederlagen trennte man sich dann in
beiderseitigem Einvernehmen von Trainer Ernemann. Unter dem neuen Trainer Hans Wartha kam frischer
Wind in die Intertruppe. Wie man den Inter kennt, kämpfte er sich langsam wieder an die
Nichtabstiegsplätze heran. Zwei wichtige Siege am 10. und 11. Spieltag der Rückrunde, zu Hause
gegen Kulmain und in Eschenbach, brachten dann die beruhigenden Punkte für den Klassenerhalt.
Am letzten Spiel war dann noch der voraussichtliche Meister zu Gast am Steig. Bei einem Sieg
würden die Paulsdorfer aufsteigen und dies gelang ihnen auch mit 2:0. Die Bergsteigelf landete am
Endeauf dem 11. Tabellenplatz, mit 28 Punkten und einem Torverhältnis von 37 : 67 und man war froh,
dass man nicht abgestiegen war.
Aus privaten Gründen legte Wartha dann kurz vor Saisonbeginn das Amt des Trainers nieder.
Das Inter Urgestein Andi Wächter übernahm zum 2. Mal den Posten des Trainers. Sehr unrühmlich
verlief dann die Saison 2005/2006. Nach 8 Jahren Bezirksliga stieg man am Ende der Saison, sang
und klanglos mit nur 9 Punkten aus 26 Spielen, ab. In der Hinrunde schaffte man tatsächlich aus
13 Spielen 2 Punkte, aber auch die Rückrunde mit nur 7 Zählern aus 13 Spielen waren beschämend.
Insgesamt 2 Siege und 3 Unentschieden standen auf dem Habenkonto. Ein Sieg gelang gegen unseren
Dauerrivalen SpVgg Ebermannsdorf, der zum Schluss der Saison mit unserer Mannschaft den bitteren
Weg in die Kreisliga gehen musste.
Das Torverhältnis von 25 : 89 sagt schon alles aus über die Saison. Kein Sturm und eine löchrige
Abwehr. Ein Neuanfang musste her.
Der Einstieg in die Kreisliga ging dann aber in der Saison 2006/2007 kräftig in die Hose. Gleich
das Erste Spiel zu Hause gegen Freudenberg verlor der IBA mit 0 : 1 und spätestens ab diesem
Zeitpunkt wusste man, in was für einer Liga man spielte und was auf unsere Mannschaft in dieser
Saison zukam. Aber man erholte sich schnell von der Auftaktniederlage.
4 Siege und ein Unentschieden standen dann auf dem Konto des IBA. Darunter war am 3. Spieltag ein
supergeiles Spiel und ein überragender Sieg gegen den späteren Kreisligameister FV Vilseck.
Die Saison verlief dann überaus erfolgreich, so dass man am Ende sich sogar noch Hoffnungen auf
den Relegationsplatz in die Bezirksliga machen konnte. Aber eine 1 : 6 Klatsche am letzten Spieltag
in Hahnbach und zugleich der Sieg von Ebermannsdorf, war ausschlaggebend, dass die Intertruppe
am Ende der Saison auf einen erfreulichen 3. Tabellenplatz landete. Man hatte wie schon so oft den
besten Sturm in seinen Reihen, aber die Abwehr war sehr anfällig. Sage und schreibe 74 Tore wurden
erzielt, aber auch 55 kassiert.
Der Hauptverein feierte in diesem Jahr sein 40 jähriges Vereinsjubiläum. Mit einer Festwoche
im Juli fand in diesem Jahr der Höhepunkt der Feierlichkeiten statt. Schade dass der sofortige
Wiederaufstieg verpasst wurde.
In der Saison 2007/2008 wurden bis zum Ende der Hinrunde 18 Punkte gesammelt. Dadurch wurden
frühzeitig die Weichen auf den Klassenerhalt gestellt. Aber mit dem Aufstieg hatte unsere
Mannschaft nichts zu tun. Zwar holte man in der Rückrunde noch 27 Punkte, aber Mannschaften,
wie der spätere Kreisligameister Edelsfeld und der Relegationsteilnehmer Kauerhof waren in
dieser Saison einfach nicht zu schlagen. Am Ende der Saison lag die Mannschaft von Trainer
Andi Wächter auf einem 6. Tabellenplatz, mit 45 Punkten und einem Torverhältnis von, wieder
einmal sehr gutem Sturm und einer schlechten Abwehr, 81 : 63 Toren. Bemerkenswert war in dieser
Saison, dass unserer Mannschaft kein einziges Unentschieden vorzuweisen hatte. In dieser Saison
begann auch langsam die Umstellung auf junge Spieler. Deshalb muss man mit dieser Saison sehr
zufrieden sein, denn jeder, der etwas von Fußball versteht, weiß, was es für eine Umstellung
ist von der A-Jugend in die 1. Mannschaft zu wechseln. Aber darin liegt einfach die Zukunft
des SV Inter Bergsteig, unsere Nachwuchsfußballer.
Die Saison 2008/2009 gestaltete sich dann wieder etwas schwieriger für unsere junge Mannschaft
und sie musste bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen. Zwar hatte man nach der Hinrunde
18 Punkte auf dem Konto, aber in der Rückrunde lief nicht viel zusammen. Viel zu viele
Unentschieden und mit diesen Punkten konnte man sich nicht groß vom Relegationsplatz absetzen
und die anderen kämpften sich heran. Erst nach dem überraschenden Sieg beim Zweitplatzierten
SV Loderhof beruhigten sich die Nerven der jungen Spieler wieder und man sammelte noch ein paar
weitere Zähler für den endgültigen Klassenerhalt. 7 Unentschieden waren Ligarekord und man sieht,
dass diese einzelnen Punkte zwar am Ende wichtig sind aber für große Sprünge nach oben einfach
zu wenig.
Die Saison 2009/2010 verlief für unsere junge Mannschaft erfolgreich. Zwar konnte ma immer noch
nicht ganz auf alte Recken, wie Kern, Lang und Wächter verzichten,
aber bis zur Winterpause stand man auf einem 4. Tabellenplatz mit nur 2 Punkten Rückstand auf
den Tabellenführer. In dieser Saison schien alles möglich zu sein. Der Start aus der Winterpause
war enorm wichtig. Aber leider lief es nicht so wie erwartet. Aus den ersten 3 Spielen holte man
nur einen von neun möglichen Zählern. Damit war der Zug auf einen Aufstiegsplatz abgefahren.
Am Ende landete unsere junge Mannschaft auf einem beachtlichen 6. Rang, mit 40 Punkten und
einem Torverhältnis von 58:49. Wäre da nicht diese enorme Heimschwäche gewesen, dann hätte man
weiter oben mitgespielt. Nichts desto trotz, die Abschlussfahrt nach Jesolo hatten sich die Jungs
verdient. Die Saison war gut, aber die Abschlussfahrt war noch besser.
Die Saison 2010/2011 begann für unsere mittlerweile gestandene 1. Mannschaft sehr sehr holprig.
Gerade mal 4 Punkte holte man aus den ersten sechs Spielen. Der krönende Höhepunkt war eine
desolate 0 : 9 Klatsche gegen die SpVgg Vohenstrauß. Danach verlor man noch einmal unglücklich
in Neukirchen, aber dann begann der Siegeszug in der Kreisliga. Aus 20 Spielen holte man sage
und schreibe 17 Siege und ein Unentschieden. Nur zwei Spiele wurde verloren und zwar beim Meister
SV Freudenberg und Vizemeister SV Schmidmühlen. Zu Hause besiegte man sogar im Rückspiel den
späteren Meister. Es wäre besser gewesen gegen Freudenberg zu verlieren und danach gegen
Schmidmühlen zu gewinnen. Aber genau umgekehrt war es. Gegen Schmidmühlen spielten an diesem Tag
zwei schlechte Mannschaften gegeneinander und die glücklichere gewann. Damit war der Zug auf den
Relegationsplatz abgefahren. Schade, dass in dieser Saison noch eine Mannschaft einen Lauf hatte
und das muss man anerkennen. Der IBA sammelte in dieser Saison 56 Punkte bei einem Torverhältnis
von 62 : 42. Damit wäre man in der Vorsaison locker Meister geworden, da hatte nämlich der Meister
TSV Eslarn gerade mal 50 Punkte. Aber nichts desto trotz war es bis auf den Beginn, wo keiner einen
Pfifferling mehr auf unsere Mannschaft gegeben hätte, eine tolle Saison mit vielen schönen Spielen.
Alle spielten bis an Ihre Grenzen und gaben alles für den Verein.
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